Positive Wirkung der biotermischen Einlegesohlen bestätigten wissenschaftliche Untersuchungen, durchgeführt im Rahmen der wissenschaftlichen Forschungstätigkeit des Collegium Medicum namens L. Rydygiera in Bydgoszcz im Institut und Lehrstuhl für Lasertherapie und Physiotherapie.

Titel des Forschungsprojekts: "Bewertung der Variation der Hauttemperatur innerhalb der unteren Extremitäten nach der Anwendung von biotermischen Einlegesohlen".

Die gewonnenen Ergebnisse: Biotermische Einlegesohlen sind eine therapeutische Maßnahme für Personen mit eingeschränkter Thermoregulation. Die beabsichtigte Wirkung der Einlegesohlen ist die Körpertemperatur zu erhöhen und die Durchblutung zu verbessern. Die Einlegesohlen haben den Effekt von "warmen Füßen" bei Patienten mit eingeschränkter Mikrozirkulation bei Diabetes und peripheren Arteriosklerose.

Die Wirksamkeit der biotermischen Einlegesohlen wurde auch vom Labor für Biotronik und Elektrophotographie in Kielce dokumentiert. Studien haben gezeigt, dass die Einlegesohlen spezifische Eigenschaften haben, die das körpereigene Energiefeld stimulieren. Die Richtung der Veränderung dieser Felder hängt von der individuellen Eigenschaften der untersuchen Personen ab. Etwa 80% der untersuchen Personen reagierten positiv auf die Stimulation. Dies erwies sich durch Vergrößerung und Ausfüllung von Energiefeldern.

Auswertung des Energiefeldes der Zehen a) nach 15 Minuten auf dem Filz, b) nach 15 Minuten auf der Gummieinlegesohle, c) nach 15 Minuten auf der biotermischen Einlegesohle.

Günstige Veränderungen des Aussehens der energetischen Felder weisen auf den Beginn der Heilungsprozesse hin.

Die  Beurteilung  der  Variabilität  der  Hauttemperatur  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  nach  Anwendung  von  biothermischen  Piokal – Schuheinlagen

 

The  evaluation  of  skin  temperature  varability  within  the  lower  extremities  after  bio-therman  inserts  application

 

Małgorzata  Łukowicz,  Magdalena  Weber-Zimmermann,  Katarzyna  Ciechanowska,  Paweł  Zalewski,  Justyna  Szymańska,  Agnieszka  Pawlak,  Jan  Pawlikowski

Katedra  i  Zakład  Laseroterapii  i  Fizjoterapii,  Collegium  Medicum  im.  Ludwika  Rydygiera  w  Bydgoszczy,  Uniwersytet  Mikołaja  Kopernika  w  Toruniu,  [Lehrstuhl  und  Forschungsanstalt  für  Lasertherapie  und  Physiotherapie,  Ludwik – Rydygier – Collegium  Medicum  in  Bydgoszcz,  Nikolaus – Kopernikus – Universität  in  Toruń] 

ul.  M. Skłodowskiej-Curie  9,  85-094  Bydgoszcz,  Tel.  +48  (0) 52 585 34 85,  E-Mail:  kizterfiz@cm.umk.pl 

 

Zusammenfassung

Wärmestimuli  von  schwacher  Intensität  und  von  langer  Einwirkungsdauer  beeinflussen  die  Zirkulationsverbesserung  durch  Mechanismen  der  Wärmeregulation – es  kommt zur  Blutgefäßerweiterung  in  den  Arteriolen,  den  Kapillaren,  den  Hautvenen,  im  Unterhautgewebe  und  zur  Öffnung  der  bei  Normaltemperatur  unwirksamen  Kapillaren.  Dadurch  wird  ein  wesentlicher  Anstieg  der  Hautdurchblutung  verursacht.  Es  kommt  zur  Diffusionssteigerung  durch  Kapillarenwände  und  zur  Verbesserung  des  Stoffwechsels.  Das  bewirkt  die  Stimulation  des  parasympathischen  Teils  des  Nervensystems,  der  einen  Einfluss  auf  die  Arbeit  von  Innenorganen  und  vom  Atmungs-  und  Kreislaufsystem  hat,  aber  auch  das  Wohl-  und  Entspannungsgefühl  gibt.  Gelieferte  Wärme  stimuliert  immunologische  Reaktionen,  die  im  Falle  von  höheren  Energien  gehemmt  werden.  Die  Beurteilung  der  Variabilität  der  Hauttemperatur  an  gegebenen  Stellen  am  Fuß,  am  Unter-  und  Oberschenkel  unter  Anwendung  von  abschirmenden  thermischen  Schuheinlagen  war  das  Ziel  dieser  Arbeit.  Durchgeführt  worden  sind  Untersuchungen  an  vier  Gruppen  von  Patienten:  drei  gesunden,  Patienten  mit  Rückenmarktrauma,  mit  peripheren  Kreislaufstörungen  und  in  einer  Kontrollgruppe  (Plazebo).  Man  hat  positive  Ergebnisse  in  Form  von  Temperatursteigerungen  an  untersuchten  Stellen  besonders  bei  den  gesunden  Personen  im  Vergleich  zur  Plazebo – Gruppe,  aber  auch  in  etwas  niedrigerem  Umfang  bei  den  übrigen  Gruppen  erlangt.  Das  Gefühl  der  „warmen  Füße“  hat  man  in  der  Gruppe  der  Patienten  mit  Diabetes,  und  das  Wärme-  und  eventuell  auch  Kribbelgefühl  in  allen  Gruppen,  ausgenommen  Plazebo,  notiert.

 

Schlüsselworte:  thermischer  Stimulus,  Mikrozirkulation,  Hauttemperaturmessung

 

 

 

Einführung

Biothermische  Einlagen,  die  als  Schuheinlagen  verwenden  werden,  erfüllen  eine  die  Wärmeenergie  der  Füße  abschirmende  Funktion.  Durch  die  Wärmereflexion  und  nicht  durch  die  Wärmezerstreuung  beeinflussen  sie  die  Wärmeregulationsprozesse  unseres  Körpers  hauptsächlich  durch  Einwirkung  der  Temperatur  auf  die  Mikrozirkulation.  Das  Ziel  der  Wirkung  von  Schuheinlagen  sind  die  Körpertemperatursteigerung  und  Kreislaufverbesserung.  Infolge  einer  gegenseitigen  Einwirkung  des  Fußes  und  der  Abschirmung  empfindet  der  Patient  nach  einiger  Zeit  (nach  etwa  5  bis  15  Minuten)  subjektiv  den  kalorischen  und  manchmal  den  Kribbeleffekt.  Die  Schuheinlagen  bilden  den   thermischen  Stimulus  von  schwacher  Intensität  und  von  langer  Einwirkungsdauer  [1].

Die  im  Labor  für  Biotronik  und  Elektrofotografie  in  Kielce  durchgeführten  Untersuchungen  haben  erwiesen,  dass  die  Schuheinlagen  mit  Rücksicht  auf  den  Stoff,  aus  dem  sie  hergestellt  worden  sind,  spezifische  Eigenschaften  besitzen,  die  das  energetische  Feld  unseres  Körpers  mit  der  Energie  stimulieren  (Bild  1).  Die  Richtung  der  Veränderungen  dieser  Felder  hängt  von  den  individuellen  Eigenschaften  der  untersuchten  Personen  ab;  etwa  80%  der  Untersuchten  reagierten  positiv  auf  die  Stimulation.  Dies  hat  die  Vergrößerung  und  die  Ausfüllung  von  energetischen  Feldern  der  Füße  erwiesen  [2].

 

Bild  1.  Die  Beurteilung  des  Magnetfeldes  von  Zehen:  a)  nach  15  Minuten  auf  dem  Filz,  b)  nach  15  Minuten  auf  der  Gummischuheinlage,  3)  nach  15  Minuten  auf  der  thermischen  Schuheinlage  (dank  Höflichkeit  der  PIOKAL – Firma)

 

Durch  reflektierte  Wärmeenergie  haben  diese  Schuheinlagen  einen  positiven  Einfluss  auf  die  Rezeptoren  in  der  Fußhaut  (Bild  2).

  

Bild  2.  Rezeptoren  des  linken  Fußes  (mit  Einverständnis  der  PIOKAL – Firma)

 

Bild  3.  die  thermischen  PIOKAL – Schuheinlagen

 

Ziel

Das  Untersuchungsteam  hat  nach  der  Analyse  des  Schrifttums  im  Bereich  der  Unterstützung  und  des  Einflusses  auf  die  wärmeregulierenden  Mechanismen  eines  Körpers  bei  der  Anwendung  von  physikalischen  Heilmitteln  angenommen,  dass  die  Verwirklichung  dieses  Untersuchungsprojekts  eine  Antwort  auf  folgende  Fragen  geben  soll:

 

  1. Hat  die  Anwendung  von  thermischen  Piokal – Schuheinlagen  einen  Einfluss  auf  die  Änderungen  der  an  bestimmten  Stellen  gemessenen  Temperatur  innerhalb  der  unteren  Extremitäten?
  2. Wenn  ja,  ist  die  Änderung  der  Temperatur  von  einer  pathogenen  Einheit  abhängig? 

     

 

Stoff  und  Methoden

Die  Untersuchungen  des  Einflusses  von  thermischen  Schuheinlagen  (Bild  3)  auf  die  Hauttemperatur  der  unter  Extremitäten  sind  im  Lehrstuhl  und  der  Forschungsanstalt  für  Lasertherapie  und  Physiotherapie  im  Collegium  Medicum  der  Nikolaus – Kopernikus – Universität  in  Bydgoszcz  durchgeführt  worden. 

 

Die  Untersuchungen  wurden  in  vier  verschiedenen  Gruppen  durchgeführt:  drei  Forschungsgruppen  und  einer  Plazebo – Kontrollgruppe.  Sie  hatten  folgende  Charakteristik:

  • Gruppe  I  (Forschungsgruppe) – bestand  ausschließlich  aus  gesunden  Personen,  die  keine  chronischen  Beschwerden  angemeldet  haben;
  • Gruppe  II  (Forschungsgruppe) – bestand  aus  Personen,  die  Patienten  der  Klinischen  Rehabilitationsberatungsstelle  und  der  Rehabilitationsklinik  des  Universitätskrankenhauses  der  Nikolaus – Kopernikus – Universität  in  Bydgoszcz  waren;  diese  Personen  waren  wegen  chronischen  Funktionsstörungen  im  Bereich  des  Rückenmarks  und  des  unteren  Abschnittes  der  Wirbelsäule  von  verschiedener  Ätiologie  mit  Parästhesie  und  Kreislaufstörungen  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  in  Behandlung;
  • Gruppe  III  (Forschungsgruppe) – bestand  auch  aus  Personen,  die  Patienten  der  Klinischen  Rehabilitationsberatungsstelle  und  der  Rehabilitationsklinik  des  Universitätskrankenhauses  der  Nikolaus – Kopernikus – Universität  in  Bydgoszcz  mit  chronischer  peripherer  Kreislaufinsuffizienz  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  waren;
  • Kontrollgruppe  (Plazebo) – bestand  ähnlich  wie  Forschungsgruppe  I  ausschließlich  aus  gesunden  Personen,  man  hat  jedoch  in  dieser  Gruppe  anstatt  therapeutischen  Schuheinlagen  die  Plazebo – Schuheinlagen  verwendet.    

 

Die  Forschungsmethodik  beruhte  auf  Temperaturmessungen  auf  der  Hautoberfläche  an  genau  bestimmten  Körperstellen.  In  jeder  Forschungsgruppe  und  in  der  Plazebo – Gruppe  waren  es  immer  dieselben  Messpunkte.

 

Gewählt  wurden  folgende  Messpunkte  auf  der  Hautoberfläche: 

  • Fußrückenoberfläche,  unmittelbar  über  der  Fußrückenarterie;
  • seitlicher  Venter  und  paramedianer  Venter  des  Zwillingswadenmuskels; 
  • 15  cm  über  dem  Kniegelenk,  über  dem  geraden  Schenkelmuskel.

Die  Messungen  hat  man  an  beiden  Seiten  unter  Anwendung  vom  Lasertemperaturmesser  der  Firma  Raytek  durchgeführt  und  zwar  in  Räumen  mit  einer  konstanten  Temperatur,  um  die  Einwirkung  der  Außentemperatur  auf  die  Wärmeregulierungsprozesse  auszuschließen.  Sie  erfolgten  zunächst  vor  dem  Hineinlegen  der  therapeutischen  Schuheinlagen.  Dann  trug  man  die  Schuheinlagen  etwa  30-40  Min.  lang,  und  machte  eine  weitere  Messung,  um  die  Ergebnisse  in  die  Tabelle  einzutragen.  In  den  Forschungsgruppen  verwendete  man  therapeutische  Schuheinlagen,  dagegen  in  der  Plazebo – Gruppe  die  identisch  aussehenden,  aber  aus  einem  neutralen  Material  hergestellten.  Alle  Schuheinlagen  wurden  mit  demselben  Stoff  bezogen.

 

Ergebnisse

Die  in  einzelnen  Gruppen  erhaltenen  Ergebnisse  wurden  in  die  Tabellen  2-4  eingetragen.  Die  Messungen  bei  den  gesunden  Personen  stellt  die  Tabelle  1  dar.

In  der  ersten  Gruppe  der  gesunden  Personen  ohne  Gefühls-  und  periphere  Kreislaufstörungen  ist  die  Erhöhung  der  Hauttemperatur  an  allen  untersuchten  Stellen  besonders  innerhalb  des  Fußes  und  des  Unterschenkels  aufgezeigt  worden.  Diese  Personen  haben  subjektive  Wärmeempfindungen  nach  etwa  5-10  Min.  seit  dem  Hineinlegen  der  Schuheinlagen  und  manchmal  ein  Kribbelgefühl  oder  ein  Fußträgheitsgefühl  angemeldet.

Die  Tabelle  2  enthält  Ergebnisse  der  unter  Patienten  mit  Rückenmarkbeschädigung  durchgeführten  Messungen:

In  der  Gruppe  der  Patienten  mit  Rückenmarktrauma,  sowie  mit  Gefühls-  und  Kreislaufstörungen  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  hat  man  wegen  der  neurogenen  Störungen  auch  eine  gegenüber  der  Gruppe  der  gesunden  Personen  niedrigere,  jedoch  verhältnismäßig  vergleichbare  Temperatursteigerung  in  allen  untersuchten  Punkten  beobachtet.

In  der  Tabelle  3  sind  Messergebnisse  der  Patienten  mit  peripheren  Kreislaufstörungen  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  enthalten. 

Die  Messungen  haben  auch  die  Temperatursteigerung  der  Hautoberfläche  verhältnismäßig  in  allen  Punkten  bewiesen,  wobei  diese  Änderungen  wegen  der  Beeinträchtigung  der  peripheren  Zirkulation  und  dadurch  wegen  der  gestörten  wärmeregulierenden  Mechanismen  niedriger  waren.

Die  Tabelle  4  zeigt  Ergebnisse  der  Hauttemperaturmessungen  nach  der  Anwendung  von  Plazebo – Schuheinlagen,  dem  mit  dem  Stoff  besetzten  Gummi.

Die  Diagramme  stellen  die  Vergleichsanalyse  der  an  bestimmten  Punkten  erlangten  Messergebnisse  dar.  Es  ist  die  mittlere  Änderung  der  Temperatur  im  Bereich  eines  gegebenen  Messpunktes  in  einzelnen  Gruppen  gezeigt  worden – [°C],  was  die  Bilder  4,  5,  6,  7  darstellen. 

Der  Analyse  ist  die  Differenz  der  mittleren  Änderungen  der  Temperatur  in  den  einzelnen  Gruppen  im  Verhältnis  zur  Plazebo – Gruppe  unterzogen  worden  – [°C],  was  die  Bilder  8,  9,  10  darstellen.

 

Tabelle  1:  Messergebnisse  der  Forschungsgruppe  I

anatomische  Lokalisierung 

des  Messpunktes  

Anzahl der  Temperatur-messungen

[n]

mittlere

Temperatur  vor  der  Anwendung von  Schuheinlagen  [oC]

mittlere

Temperatur  nach  30-40  Min.  [oC]

mittlere

Temperatur-änderung

[oC]

Fußrückenoberfläche

100

32,47

33,69

1,22

paramedianer  Venter 

100

32,82

33,50

0,68

seitlicher  Venter 

100

32,76

33,46

0,70

15  cm  über  dem  Kniegelenk

100

33,03

33,35

0,32

 

 

Tabelle  2:  Messergebnisse  der  Forschungsgruppe  II

anatomische  Lokalisierung 

des  Messpunktes  

Anzahl der  Temperatur-messungen

[n]

mittlere

Temperatur  vor  der  Anwendung von  Schuheinlagen  [oC]

mittlere

Temperatur  nach  30-40  Min.  [oC]

mittlere

Temperatur-änderung

[oC]

Fußrückenoberfläche

50

31,86

32,55

0,68

paramedianer  Venter 

50

33,77

34,31

0,53

seitlicher  Venter 

50

33,72

34,26

0,54

15  cm  über  dem  Kniegelenk

50

33,28

33,50

0,22

 

 

Tabelle  3:  Messergebnisse  der  Forschungsgruppe  II

anatomische  Lokalisierung 

des  Messpunktes  

Anzahl der  Temperatur-messungen

[n]

mittlere

Temperatur  vor  der  Anwendung von  Schuheinlagen  [oC]

mittlere

Temperatur  nach  30-40  Min.  [oC]

mittlere

Temperatur-änderung

[oC]

Fußrückenoberfläche

35

29,93

30,32

0,39

paramedianer  Venter 

35

30,02

30,61

0,41

seitlicher  Venter 

35

30,14

30,59

0,46

15  cm  über  dem  Kniegelenk

35

30,37

30,48

0,11

 

 

Tabelle  4:  Messergebnisse  der  Plazebo - Gruppe

anatomische  Lokalisierung 

des  Messpunktes  

Anzahl der  Temperatur-messungen

[n]

mittlere

Temperatur  vor  der  Anwendung von  Schuheinlagen  [oC]

mittlere

Temperatur  nach  30-40  Min.  [oC]

mittlere

Temperatur-änderung

[oC]

Fußrückenoberfläche

53

31,21

31,43

0,22

paramedianer  Venter 

53

32,42

32,56

0,15

seitlicher  Venter 

53

32,69

32,89

0,20

15  cm  über  dem  Kniegelenk

53

32,31

32,34

0,03

 

 

Diskussion

Wie  die  dargestellten  Messungen  aufgezeigt  haben,  hat  die  Anwendung  von  thermischen  abschirmenden  Schuheinlagen  im  Laufe  von  30-40  Min.  zur  Temperatursteigerung  der  Hautoberfläche  am  Fuß,  Unterschenkel  und  über  dem  Knie  beigetragen.  Diese  Änderungen  waren  bei  den  gesunden  Personen  selbstverständlich  infolge  der  richtigen  Arbeit  von  wärmeregulierenden  Mechanismen  am  größten.  Infolge  einer  so  kurzen  Zeit  der  Anwendung  kam  es  zur  Temperatursteigerung  besonders  innerhalb  des  Fußes,  dann  am  Unterschenkel  und  im  niedrigsten  Umfang  am  Oberschenkel.  Während  einer  längeren  Anwendung  von  Schuheinlagen  im  Laufe  eines  Tages  würden  diese  Änderungen  höchstwahrscheinlich  noch  intensiver  sein.

Bei  Personen,  bei  denen  man  keine  subjektiven  Wärmeempfindungen  feststellen  konnte,  wie  z.B.  bei  den  Patienten  mit  Rückenmarktrauma  mit  Parästhesie,  hat  man  auch  eine  vergleichbare  Hauttemperatursteigerung  beobachtet.  Wegen  der  abnormalen  Innervation  der  Mikrozirkulationsgefäße  innerhalb  der  Füße  waren  diese  Änderungen  im  kleineren  Umfang  bemerkbar.  Jedoch  auch  in  dieser  Gruppe  von  Kranken  bringt  die  Anwendung  von  Schuheinlagen  Ergebnisse. 

Die  meisten  subjektiven  Empfindungen  meldeten  die  Patienten  mit  peripheren  Kreislaufstörungen  wegen  Diabetes  und  peripherer  Atheromatose  an.  Trotz  der  Beschädigung  der  Mikrozirkulation  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  stellte  man  auch  in  dieser  Gruppe  von  Patienten  eine  Temperatursteigerung  fest,  die  etwas  kleiner  innerhalb  der  Füße  und  größer  innerhalb  der  Unterschenkel  war,  – die  wärmeregulierenden  Mechanismen  wirken  höchstwahrscheinlich  in  Unterschenkelhöhe  effektiver.  Diese  Patienten  meldeten  vor  allem  Empfindungen  der  „warmen  Füße“  an.  Diese  Empfindungen  waren  deutlicher,  wenn  sie  die  Schuheinlagen  länger  getragen  haben.  So  wird  in  dieser  Gruppe  den  Patienten  empfohlen,  die  Zeit  der  Anwendung  von  Schuheinlagen  zu  verlängern.  

Es  ist  bekannt,  dass  es  unter  dem  Einfluss  von  schwachen,  langfristig  einwirkenden  Wärmestimulus  zur  Blutgefäßerweiterung:  in  den  Arteriolen,  den  Kapillaren,  den  Hautvenen,  im  Unterhautgewebe  und  zur  Öffnung  der  bei  Normaltemperatur  unwirksamen  Kapillaren  kommt.  Dadurch  wird  der  wesentliche  Anstieg  der  Hautdurchblutung  verursacht.  Es  kommt  zur  Diffusionssteigerung  durch  Kapillarenwände  und  zur  Verbesserung  des  Stoffwechsels.  Es  verursacht  die  Stimulation  des  parasympathischen  Teils  des  Nervensystems,  der  einen  Einfluss  auf  die  Arbeit  von  Innenorganen  und  vom  Atmungs-  und  Kreislaufsystem  hat,  aber  auch  das  Wohl-  und  Entspannungsgefühl  gibt.  Eine  geringe  Wärmezufuhr  stimuliert  immunologische  Reaktionen,  eine  zu  große  hemmt  sie.  Plötzliches  Auftreten  einer  sehr  großen  Wärmedosis  führt  auf  Grund  der  Wärmeregulation  im  ersten  Moment  zur  Gegenreaktion,  nämlich  zum  Blutgefäßkrampf  [1].   

Von  Bedeutung  bei  diesen  Änderungen  sind:  Stimulusintensität,  Wirkungsdauer  vom  Stimulus,  Dynamik  seiner  Einwirkung,  Personeneigenschaften,  zusätzliche  Krankheiten.        

 

 

Im  Falle  der  thermischen  Schuheinlagen  ist  der  wirksame  Stimulus  langfristig  und  von  niedriger  Intensität.  Ein  zusätzliches  Einwirkungselement  von  Schuheinlagen  ist  die  Einwirkung  auf  die  Fußrezeptoren,  die  laut  der  chinesischen  Medizin  für  biologisch  aktive  Punkte,  in  denen  die Lebensenergie  strömt,  gehalten  werden.  Diese  Kanäle  verbinden  unser  größtes  Organ – die  Haut  mit  dem  Körperinneren  [3].  Daraus  wahrscheinlich,  so  wie  auch  wegen  der  Einwirkung  des  Wärmestimulus  durch  das  sympathische  System,  resultieren  positive  Effekte  der  Anwendung  von  thermischen  Schuheinlagen  auf  Füße,  was  von  den  russischen  Forschern  bei  verschiedenen  Krankheitseinheiten – Diabetes,  Asthma  bronchiale  (Untersuchungen  vom  Professor  Daniłow  aus  Minsk)  beschrieben  wurde  [4]. 

Die  von  uns  erlangten  Ergebnisse  sind  mit  Untersuchungen  von  Mazanik  bei  den  Patienten  mit  Zirkulationsstörungen  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  vergleichbar.

Bild  4.  Durchschnittliche  Änderung  der  Temperatur  in  allen  Forschungsgruppen  und  in  der  Plazebo – Gruppe  innerhalb  der  Fußrückenoberfläche  

 

Bild  5.  Durchschnittliche  Änderung  der  Temperatur  in  allen  Forschungsgruppen  und  in  der  Plazebo – Gruppe  innerhalb  des  seitlichen  Venters  des  Zwillingswadenmuskels

Bild  6.  Durchschnittliche  Änderung  der  Temperatur  in  allen  Forschungsgruppen  und  in  der  Plazebo – Gruppe  innerhalb  des  paramedianen  Venters  des  Zwillingswadenmuskels

 

Bild  7.  Durchschnittliche  Änderung  der  Temperatur  in  allen  Forschungsgruppen  und  in  der  Plazebo – Gruppe  im  Anstand  von  15  cm  über  dem  Kniegelenk,  über  dem  geraden  Schenkelmuskel

 

Bild  8.  Vergleich  der  durchschnittlichen  Änderung  der  Temperatur  in  einzelnen  Messpunkten  der  Forschungsgruppe  I,  im  Vergleich  mit  der  Plazebo – Gruppe 

 

Bild  9.  Vergleich  der  durchschnittlichen  Änderung  der  Temperatur  in  einzelnen  Messpunkten  der  Forschungsgruppe  II,  im  Vergleich  mit  der  Plazebo – Gruppe 

 

Bild  10.  Vergleich  der  durchschnittlichen  Änderung  der  Temperatur  in  einzelnen  Messpunkten  der  Forschungsgruppe  III,  im  Vergleich  mit  der  Plazebo – Gruppe 

 

 

Schlussfolgerungen

Nach  der  Analyse  des  angesammelten  Materials  hat  man  folgende  Schlussfolgerungen  formuliert:

  1. Die  Anwendung  von  thermischen  Schuheinlagen  beeinflusst  die  Hauttemperatursteigerung  innerhalb  des  Fußes,  Unter-  und  Oberschenkels – im  Vergleich  mit  der  Plazebo – Gruppe.
  2. Den  größten  Temperaturzuwachs  hat  man  in  der  Gruppe  der  gesunden  Freiwilligen  ohne  Kreislaufstörungen  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  beobachtet.
  3. Den  kleineren  Temperaturenzuwachs  hat  man  bei  den  Patienten  nach  einem  Rückenmarktrauma  notiert.
  4. Bei  Patienten  mit  Kreislaufbeeinträchtigung  innerhalb  der  unteren  Extremitäten  war  die  Temperatursteigerung  am  Unterschenkel  höchstwahrscheinlich  wegen  der  größeren  Intensität  der  Änderungen  innerhalb  der  Füße  größer  als  am  Fuß.  Es  würde  auf  den  reflektorischen  Mechanismus  der  Wärmeregulierung  nach  Anwendung  von  Schuheinlagen  deuten.   
  5. Den  größten  subjektiven  Effekt  der  „warmen  Füßen“  haben  die  Patienten  mit  Mikrozirkulationsstörungen  im  Verlauf  des  Diabetes  angemeldet.
  6. Bei  Patienten  mit  peripheren  Zirkulationsstörungen  soll  man  die  Dauer  der  Anwendung  verlängern,  um  ähnliche  Ergebnisse  wie  in  der  Gruppe  der  gesunden  Personen  zu  erlangen.

 

Literatur

  1. G. Straburzyński,  A. Straburzyńska-Lupa:  Medycyna  Fizykalna  [Physikalmedizin],  Wydawnictwo  Lekarskie  PZWL,  Warszawa  1997,  2000.
  2. Ekspertyza  Laboratorium  Biotroniki  i  Elektrofotografii  [Gutachten  des  Labors  für  Biotronik  und  Elektrofotografie],  Abteilung  PTP  in  Kielce,  1994.
  3. Z. Garnuszewski:  Renesans  Akupunktury  [Akupunkturrenaissance],  Wyd.  Sport  i  Turystyka,  Warszawa  1988.
  4. I.P. Daniłow:  Issliedowania  promienienia  stimuliatorow  PIOKAL  pri  bronchialnoj  astmie,  arytmiach  i  diabeticzeskoj  stopie,  Instytut  Naokowo-Badawczy  Hematologii  i  Transfuzjologii,  Minsk  1996.
  5. L. Mazanik,  A.A. Martynowicz,  E.G. Slipczenko:  Wlijanie  bioenergotiermiczeskich  wkładiszei  PIOKAL  na  termograficzeskie  pokazateli  cton  pri  kosudistch  zabolewaniach  niższych  koniecznostiei,  Medicina,  2002,  3:  S.  33-35

 

erhalten  am / received:  27.07.2007 

genehmigt  am / accepted:  29.08.2007

Acta  Bio-Optica  et  Informatica  Medica  3/2007,  vol.  13